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Geschichte

Die Anfänge

Dublin enstand offiziell 988 n. Ch., obwohl schon im 2. Jahrhundert Anzeichen einer Entwicklung zu finden sind. Wikinger waren die ersten Bewohner des jungen Dublins, die viele Artefakte, Mauern und Gebäude hinterliessen. Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert von den Dänen erobert; die einheimische irische Bevölkerung versuchte sich dagegen zu wehren und hatte auch einige Male Erfolg (1052,1075 und 1124). 1171 wurden die Dänen dann entgültig von den Angelsachsen geschlagen, angeführt von Henry II., König von England.

Britische Hegemonie

Bis zur Hälfte des 17. Jahrhundert blieb Dublin eine kleine, mittelalterliche, von Mauern umgebene Stadt. 1649 aber, nach den Englischen Bürgerkriegen, wurde die Stadt von Oliver Cromwell eingenommen. Sie zählte nur 9.000 Einwohner und befand sich in einem chaotischen Zustand. Das Ende des 17. Jahrhundert konnte jedoch eine Wachstumsperiode verzeichnen, die hauptsächlich damit verbunden war, dass protestantische Flüchtlinge nach Dublin kamen. Während des nächsten Jahrhunderts wuchs Dublin in Grösse sowie in Reichtum und wurde bald die zweitwichtigste Stadt des Britischen Empires. Dieser Reichtum machte Dublin zu einer aufregenden Stadt für die protestantische Vorherrschaft, die den einheimischen Katholiken die Bürgerrechte vorenthielten.

Unabhängigkeit

1800 wurde das irische Parlament durch den Act of Union zwischen England und Irland abgeschaftt, dies führte zu einem Niedergang der Stadt, der erst mit der Unabhängigkeit 1922 wieder aufgehoben werden konnte. Der Kampf um die Unabhängigkeit begann 1916 mit dem Easter Rising; Dublin wurde sehr stark von den Kämpfen zwischen irischen Rebellen und britischer Armee getroffen (vor allem 1916 und dann 1919 bis 1921). 1922 wurde endlich, nach 800 Jahren britischer Hegemonie, der Freistaat Irland gegründet.
Nach seiner Unabhängigkeit wurde Dublin das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die irische Regierung hat ihren Sitz im Dail Eireann, Leinster House, Dublin. Auch die Four Courts, Irlands Justizsitz, und das Custom House sind ausgezeichnete Beispiele für Dublins Architektur des späten 18. Jahrhundert. Beide Gebäude wurden während des Bürgerkrieges zerstört, konnten aber wieder restauriert werden. Auch Dublin Castle, die 1204 erbaut wurde, wurde im 18. Jht. fast komplett im Georgian Style umgebaut. Sie war bis 1922 Sitz der britischen Amtsgewalt.

Wirtschaftlicher Wachstum

Der Seehandel ist schon seit jeher einer der wichtigsten Grundsteine der Stadt; so ist Dublin Irlands gösster Hafen und Exporteur. Die weltberühmte Guinness Brewery wurde hier 1759 gegründet und ist ein Beispiel für den Erfolg der irischen Wirtschaft. Heutzutage (hauptsächlich seit den 60ern) befinden sich viele Firmen der Leichtindustrie (z.B. IT) in und um Dublin; diese haben eine wichtige Rolle für den wirtschaftlichen Boom ("Celtic Tiger") des Landes gespielt. Der Export dieser Güter für die Computerbranche hat dazu beigetragen , dass Irland heute eines der wirtschaftlich stärksten Länder der EU ist.

Dublin und Kultur

Dublin hat eine glänzende kulturelle und bildungserzieherische Vergangenheit. Trinity College, 1591 gegründet, kann eine Weltklass-Liste von Alumni vorweisen; hierzu zählen z. B. Jonathan Swift, Oliver Goldsmith und Oscar Wilde. Ausserdem spielte die Stadt eine wichtige Rolle im Revival der irischen Sprache und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Heutzutage versuchen Institutionen wie die National Gallery of Ireland, das National History Museum und die Hugh Lane Municipal Gallery of Modern Art an diesen kulturellen Wert der Stadt anzuknüpfen, indem immer mehr kulturelle Events gefördert werden.

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